07.01.2020

AugenZeugen. Überlebensgeschichten der Schoa

Ausstellung


AugenZeugen. Überlebensgeschichten der Schoa

Ausstellung im Jüdischen Gemeindehaus Berlin, Fasanenstraße 79-80, 10623 Berlin

Im Talmud heißt es sinngemäß, „wir sterben, wenn wir aufhören zu erinnern“. Diese Erinnerung an die Schrecken der Schoa und die Lehren, die daraus zu ziehen sind, teilen sieben Zeitzeuginnen und Zeitzeugen seit Jahren mit Schülerinnen und Schülern in Brandenburg. In regelmäßigen Abständen kommen die heute weit über 80-jährigen aus Israel nach Deutschland, um in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen während der Zeit des Nationalsozialismus zu sprechen.

Wie funktioniert das Fassbarmachen des Unfassbaren und was motiviert die Schoa-Überlebenden, die Erinnerung an Todesangst und Überlebenswillen mit den nachfolgenden Generationen zu teilen?

Die Porträts des Fotografen Kai Abresch führen uns die Zeitzeugen – im wahrsten Sinne des Wortes – eindrucksvoll vor Augen. Ihrer visualisierten AugenZeugenSchaft ist jeweils ein persönliches Zitat zur Seite gestellt. So lautet eines dieser Zitate, das wir der Ausstellung als Motto vorangestellt haben: „Es ist nicht leicht, sich zu erinnern – und schwer, zu vergessen!“ In diesen Worten spiegeln sich exemplarisch der Antrieb und das Ziel der Berichterstattenden: ERINNERN UND NICHT VERGESSEN! Und dieses Diktum wollen sie weitergeben, damit das Erinnern fortgesetzt wird – auch dann, wenn sie persönlich nicht mehr Zeugnis ablegen können.

 

Eine Ausstellung des Moses Mendelssohn Zentrums, der F.C. Flick-Stiftung und Kai Abresch (Fotograf) in Kooperation mit Rudi-Karl Pahnke (Institut neue Impulse)

gefördert durch Tolerantes Brandenburg und Moses Mendelssohn Stiftung

Die Schirmherrschaft dieser Ausstellung hat der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, übernommen.

Die Ausstellung im Foyer des Jüdischen Gemeindehauses ist bis zum 19. Juni 2020 montags bis donnerstags von 9:00 bis 17:00 Uhr, freitags von 09:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. An gesetzlichen und jüdischen Feiertagen bleibt sie geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung war zuvor im Landtag Brandenburg zu sehen.

Für Schulen wurde eine begleitende Handreichung konzipiert.

 

Bildnachweis © Kai Abresch